Das Gartendorf Algund

Die in der italienischen Provinz Südtirol liegende Gemeinde Algund, die 4.900 Einwohner zählt, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur renommierten Kurstadt Meran. Das Gartendorf Algund ist sowohl über die Schnellstraße Meran-Bozen als auch über verschiedene Landstraßen sowie mit der Vinschgaubahn, die über eine Haltestelle in Algund verfügt, gut zu erreichen. Während das Ortszentrum auf 350 Metern über dem Meeresspiegel liegt, befindet sich Aschbach, die am höchsten gelegene der sieben Fraktionen Algunds auf 1.360 Höhenmetern. Andere Gemeindegebiete stoßen mit bis zu 2.600 Metern in alpine Regionen vor. Von der gesamten Gemeindefläche von 23,6 Quadratkilometern sind ganzjährig knapp 8 Quadratkilometer besiedelt.

Wanden inSüdtirol

Wanden in Südtirol

Algund Südtirol ist wegen der einmaligen Lage inmitten einer faszinierenden Naturlandschaft, seiner jährlich 300 Sonnentage und auch wegen der Nähe zu Meran, der mit etwa 39.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Südtirols sowohl bei Sommer- als auch bei Winterurlaubern besonders beliebt. Rund um das von Apfelbäumen und Weinreben geprägte Gartendorf Algund schlängeln sich serpentinenartig insgesamt 160 Kilometer lange Wanderwege. Die von einer modernen lichtdurchfluteten Architektur geprägte Bäder- und Wellnesslandschaft der an der Passer liegenden Meraner Therme lädt zu einem entspannenden Aufenthalt ein.

Erste Besiedlungsspuren in Algund reichen bis auf die Urnenfeldkultur der späten Bronzezeit (1.300 bis 800 v. Chr.) zurück. Der „Mellauner Kultur“ (ca. 600 v. Chr.) werden vier Menhire zugeordnet, bei denen es sich um aufrecht positionierte Monolithen handelt. In römischer Zeit überquerte in Algund Südtirol die Via Claudia Augusta die Etsch. Der am Südufer der Etsch noch heute vorhandene Brückenkopf der alten Kaiserstraße, dessen Erbauung wahrscheinlich im ersten vorchristlichen Jahrhundert erfolgte, wurde 1909 mit einer Kapelle überdacht.  Im Jahr 1243 erhielt Adelheid von Tirol, Tochter des Südtiroler Grafen von Bischof Egno von Brixen schenkungsweise ein Grundstück in Algund, auf dem sie das 1258 eröffnete Dominikanerinnenkloster Maria Steinach errichten ließ. Ebenfalls im 13. Jahrhundert entstand die Burg Vorst in Algund, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch den Tiroler Ministerialen Ulrich von Vorst verwaltet wurde.

Auf dem Gemeindegebiet von Algund Südtirol befinden sich zahlreiche Sakralbauten. Zu ihnen zählt die romanische „Alte Pfarrkirche St. Hippolyt und St. Erhard“. Ihr Erbauungszeitraum ist zwar nicht bekannt, doch erfolgten um das Jahr 1500 eine Erweiterung um einen Chorbau sowie ein Ausbau des Kirchturmes. Bereits Ende des 15. Jahrhundert wurde die in der heutigen Fraktion Oberplars gelegene St.-Ulrich-Kirche erstmals erwähnt, die damals zum Füssener Kloster Sankt Mang gehörte und besonders wegen ihrer Fresken an der südlichen Kirchenaußenwand sehenswert ist.

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